Freitag, 31. August 2012

Second Jail - Ab ins virtuelle Gefängnis

Was gibt es nicht für unzählige tolle Möglichkeiten sich die nervigen Nachbarn (und darunter zähle ich mich auch) vom Hals zu halten.

Von Wällen bis Wänden, Zutrittsblockaden, und Anti-Visitor-Orbs (Security-Orbs), bis hin zum aller neusten geistigen Erguss dem "Parzellen Einsicht verwehren"-Feature hat man uns, den Residents allerhand nützlicher Möglichkeiten in die Hand gedrückt, um sich in seine eigene kleine Welt einzusperren und den Pöbel weit draußen zu lassen.

“Hallo Nachbar/in”, war eine Begrüßung die man nicht zu selten vor einigen Jahren zu hören bekam, siedelte man sich plötzlich in eine neue Gegend an. Heute hat man überhaupt Glück wenn sich der benachbarte Grundstückeigentümer überhaupt mal meldet.

Wir alle suchen einen Ort um uns mal zurückziehen, doch die Wohnsituation von SecondLife erinnert mich doch sehr an die echte Nachbarschaft. Hier ist es nicht anders, bis zwei Ausnahmen hört man niemals etwas von den anderen Nachbarn, außer ihnen gefällt etwas nicht. Dann melden sie sich jedoch nicht persönlich, sondern setzen gleich ihre Beschwerden für den Postkasten des Vermieters auf.

Ich finde diese Entwicklung sehr traurig, zeigt sie uns doch wie sehr sich die die soziale Kompetenz selbst in SecondLife zurückentwickelt hat. Heute kann man gar nicht anders als sich vorher anzukündigen. Damals konnte man stattdessen nach einem Kameraschwenk (zum sicherstellen das die nicht gerade “privat” sind oder Besuch haben), einfach herüber schneien und sie überraschen.

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