Samstag, 19. Juli 2014

Die Gedanken sind frei, ich will sie nicht hören.

Eine große Anzahl von Rollenspieler(innen) in SecondLife leidet leider unter der dummen Angewohnheit, die Gedanken ihres Charakters unbedingt mitteilen zu müssen.

Was im ersten Moment noch wie eine Macke bei Rollenspiel-Anfängern belächelt wird, verbirgt in Wirklichkeit neuerdings eine hinterhältige Art, des Rollenspiel-Diktats, um die Geschehnisse und Situationen bei Möglichkeit zum eigenen Gunsten zu gestalten.

Dies lässt dem eigenen Charakter allerdings kaum eigene Interpretationsmöglichkeiten zu und wirkt bereits wie eine Art Diktat, was anscheinend bei immer mehr Personen mit längerer Spielzeit immer besser verpackt zu werden scheint.

Ist es eine Art der unterbewussten Manipulation? Ist sie von den ausführenden Rollenspielern so gewollt? Ich weiß es nicht und möchte auch niemanden vor dem Kopf stoßen.

Allerdings hat sich der Trend eindeutig in diese Richtung entwickelt, weshalb ich solche Charaktere (Personen) bereits bewusst meide.

Mit der Zeit und Erfahrung sollten sich solche Macke bei Vielen eigentlich ins gekonnte Umschreiben der eigenen Intentionen in wunderschönen Emotes entwickeln.

So wird aus einem:

Sarah denkt das ihrer neuen Kleidung zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird und wie unsensibel XY doch eigentlich ist.
…mit Erfahrung ein:
Sarah grummelt und verschränkt eingeschnappt die Arme vor die Brust, was falten in ihr neue Oberteil wirft. Ihren Blick hat sich eindeutig von ihm abgewandt und scheint sichtlich verärgert ihm den Rücken zuzuwenden.

Doch habe ich auch schon bemerkt das sich andere wie in die bereits angedeutete manipulierenden Richtung entwickeln und so zwar ihre Emotes besser werden, aber das eigentliche Ziel immer noch dem wie bei den Anfängen gleicht.

Und wehe dem, dein Charakter weiß solche Emotes zu ignorieren. Dann bist du schnell außen vor, was das RP mit ihnen anbelangt.
Irgendwie schon eine traurige Entwicklung.

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